Der Podcast zu Krisenmanagement und Katastrophenschutz
00:00:10: Brennpunkt Gefahrenabwehr, der Podcast zu Krisenmanagement und Katastrophenschutz.
00:00:16: Herzlich willkommen zur Brennpunktgefahrenabwehre!
00:00:19: Mein Name ist Benedikt Groß und gemeinsam mit Claudius Blank dem Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr München und mit Wolfgang Schäuble, dem Leiter der Branddirektion München betrachten wir hier regelmäßig die großen und auch die unerwarteten Zusammenhänge hinter Feuerwehr, Katastrofenschutz- und Gefahren abwehr.
00:00:35: Schön dass Sie dabei sind.
00:00:36: los geht es mit einer neuen Folge zur Feuerwehr in fünf Tagen Das neue Ausbildungskonzept in München.
00:00:43: Wolfgang, wie war das eigentlich bei dir?
00:00:45: Erinnerst du dich noch an deine Grundausbildungen?
00:00:48: Also ich erinnere mich an beide Grundausbildungen.
00:00:50: Einerseits natürlich als freiwilliger Feuerwehrmann und andererseits als Berufsfeuerwehrmann sind dadurch erhebliche Unterschiede in den Zeiten und man hat früher halt die klassische Trupp-Mantruppführerausbildung gemacht Und das ist immer ein Samstagstdiensten erfolgt, wo man relativ viele Samstage mehr oder weniger komplett verbraten hat und dann an Freitagabenden noch zusätzlich.
00:01:21: Es ging dann schon über so eine halbe bis dreiviertel Jahr um die Endabnahme zu bekommen in schriftlichen und praktischen Übungen Und dann hat man auch noch ein Leistungsabzeichen im Regelfall so noch hinten drauf gesetzt.
00:01:39: Aber ja, es ist schon so ein Dreivierteljahr gegangen und so haben wir es dann wenig gewesen.
00:01:46: War schon eine längere Zeit bis man in der Lage war ausrücken zu können.
00:01:50: Bei der Berufsvorher geht's natürlich ein bisschen anders aber das glaube ich jetzt gar nicht so sehr auf dieses Thema.
00:01:56: Wie alt warst du bei der Grundausbildung?
00:01:58: Als freiwilliger Feierabend war ich achtzehn.
00:02:00: Claudius wie war das bei dir?
00:02:02: Also wenn ich mich so zurückrenne, weil ich bin in twohundundzehn und neunzig mit vierzehn Jahren zur Freiwilligen Feuerwehr gekommen, damals zur Jugendfeuerwehr
00:02:11: zum
00:02:11: quasi am Geburtstag eingetreten.
00:02:14: Man hat da lange hingefiebert wie zum Führerschein
00:02:17: z.B.,
00:02:19: Und dann begann die Ausbildung in der Jugendfeuhrwehr – das nannte man noch nicht Gründerausbildung sondern tatsächlich ein eher spülerisches Heranführen, verschiedene Themen, Jugendleistungsprüfungen etc... Und dann ab sechzehn, langsam das Grundausbildung beschreiben würde.
00:02:34: Aber für mich war es nie so ein Schulmodul oder ein kompakter Kurs sondern tatsächlich über mehrere Wochen wie Wolfgang gesagt hat.
00:02:43: also dass zog sich relativ lange hin bis man alle Gerätschaften kennenlernen durfte fallen auch die Gerätschaften die es am Standard gar nicht gab.
00:02:51: die mussten dann aufwendig zugeführt werden und Ziel war mit achtzehn fertig zu sein.
00:02:57: Also das war im Prinzip die Grundausbildung, war die Zeit zwischen sechzehn und achtzehnt.
00:03:03: Und die war dann vollgestopft mit Tropmann-Tropführer Ausbildung.
00:03:07: Der eine oder andere der nicht so viel Zeit haben konnte oder sich so viel zeit nehmen konnte, der hat halt ein bisschen länger gebraucht.
00:03:14: Aber Ziel war, mit achtzehn voll ausgebildet vorher bei Mann bzw.
00:03:18: vorher bei Frau zu sein.
00:03:20: Jetzt werden wir heute das Begriff Modulare-Truppausbildung MTA öfter hören?
00:03:25: Was ist denn das eigentlich?
00:03:26: Ja modulare Truppausbildung entstand aus dem ursprünglichen Truppmann und Truppführerkonzept.
00:03:34: Hintergrund ist wie ich kurz angerissen habe man wollte nicht an allen Standorten mit der gleichen Intensität, mit dem gleichen Volumen die Ausbildung betreiben.
00:03:47: Es gibt ja unterschiedlich große kleine Feuerwehnen und unterschiedliche Ausstattungen.
00:03:52: Die Gruppe im Löschseinsatz mal auf Standard bis sind dann schere Spreizer technisches Gerät, die Drehleiter
00:03:59: etc.,
00:04:00: das heißt Man wollte von dieser One Size Fits All Ausbildung in der Freibilding Feuerwehr zu einer Modularenausbildung, das heißt dort wo ich bestimmte Gerätschaften gar nicht verwende muss sich sie auch nicht ausbilden.
00:04:16: hat den großen Vorteil natürlich, dass sich die Ausbildungszeit oder das Ausbildungspolumen dort wo es weniger Ausstattungen gibt dann natürlich auch deutlich reduziert.
00:04:26: Hat aber den Nachteil beim Wechsel der Feuerwehren wenn ich von einer Feuerwehr mit weniger ausstattung und mit weniger technischen Geräte dann zu einem anderen Feuerwehrwechsel, dass ich dann bestimmte Ausbildungsteile auch wieder modulat an dazuschalten kann Und Modular auch das.
00:04:43: Man wollte jetzt von einem festen Starrensystem weg, dass man verschiedene Module dann auch wenn es zeitlich gerade passt, gerade für einen ehrenamtlichen auch mal mit der konkurriertes gegebenenfalls mit der Schulausbildung, mit der Prüfung, mit einer Gesellenprüfung
00:04:58: etc.,
00:04:59: dass man danach bestimmte Module dann zeitlich einfach ja später machen kann und trotzdem seine Ausbildung in... ehrenamtsfreundlicher manier dann durchführen kann, sodass es eben nicht ein Block ist sondern in verschiedene Module geteilt.
00:05:14: Ja und genau darüber wollen wir heute reden denn die Feuerwehr München hat jetzt ein neues Konzept für die MTA also die Grundausbildung für freiwillige Feuerwehrleute, die das eben neben Schule, den Berufsausbildungen, dem Uni oder Arbeit noch machen um das Handwerkszeug für den Feuerwehrdienst zu lernen.
00:05:30: Ich war da eine Woche dabei und ich konnte mit den Teilnehmern sprechen, denn Ausbildern auch dem Schulleiter der Berufsfeuerwehr und dem Ausbildungsleiter der Freiwilligen Feuerwehr.
00:05:38: Am Ende – und das hat mich gefreut – habe ich dann noch einen alten Bekannten getroffen, der seit vielen Jahren in Rettungsdiensten ein Feuerwehr so manchen Einsatz bewältigt hat und wie ich finde immer einen ganz besonderen Blick auf die Dinge hat.
00:05:50: Doch jetzt hören wir einfach mal schrittweise rein was diese Woche so gebracht
00:05:53: hat.
00:05:57: Servus!
00:05:59: Ja, wenn ich nicht bei der Feuerwehr bin, bin ich bei den Stadtwerken als Leitsteindisponent-Vorgastinfo und bin seit zwei Jahren jetzt in München als in der Abteilung Mosach.
00:06:11: Und davor war ich in einer Feuerwehr außerhalb von München!
00:06:13: Ich
00:06:13: bin die Mira, ich bin auch Achtzehn und ich bin auf der Freiwilligen Feuerwehr jetzt seit Januar und jetzt bin ich hier auf dem Lehrgang und es macht richtig Spaß und ich muss mal schauen was ich nach dem Abi mache.
00:06:24: Hallo, Servus!
00:06:25: Ich bin die Daniela.
00:06:26: Ich bin auch achtzehn Jahre alt und ich mag einfach die Kameradschaft gerne bei der Feuerwehr und nach dem Abi würde ich gern Medizin studieren.
00:06:36: Ja, servus, ich heiße Viktor.
00:06:38: Ich Bin sieben-dreißig Jahre alt, bin zur Feuerwehr gekommen weil ich meinen Kindheitswunsch schon seit langen mehr machen wollte.
00:06:46: ja jetzt bin ich hier.
00:06:47: Servus, Ich bin der Felix, bin vierundzwanzig Jahre old Gut eineinhalb Jahre bei der Freiwilligen Feuerwehr, Abteilung statt Mitte.
00:06:57: Und wenn ich nicht bei der Feuerwehr bin,
00:06:59: studiere ich
00:07:00: derzeit Bauingsschwürde Wiesn.
00:07:02: Ich bin der Andi und seit einerinhalb Jahren war ich am Rettungsdienst vor vielen Jahren zu Studiumszeiten auf die Feuerwehr gekommen.
00:07:10: Genau, ich bin Papa von drei kleinen Kindern und beruflich Manager in den Münchner Dachsunternehmen.
00:07:18: Servus, ich bin der Dern.
00:07:19: Ich studiere Bauingenie-Wesen und bin vierundzwanzig Jahre alt.
00:07:23: wenn ich nicht bei der Feuerwehr bin kümmere ich mich um meinem Hund oder mache sonst noch irgendeine sportliche Aktivität.
00:07:29: Servus!
00:07:30: Ich bin der Christian, bin fünfzig Jahre alt, bin seit einem Jahr bei der freiwilligen Feuerwehrabteilung Langwidl auch rausen und wenn ich mal Zeit habe gehe ich in die Arbeit.
00:07:45: Das waren ein paar Stimmen aus den zwanzig Teilnehmern der Woche.
00:07:49: Und was da so passiert und was die Ausbildungsziele sind, das werden uns jetzt der Max und der Martin erzählen.
00:07:56: Mein Name ist Maximilian Vottner.
00:07:57: ich bin bei der Branddirektion bei vwo II der Unterabteilung für Aus- und Fortbildung im Fachbereich Führung.
00:08:03: Also jetzt gerade befinden wir uns auf der Feuerwache zwei bei der Feuerwehr- und Rettungsdienstschule im Stadtteil Sendling in der Übungshalle.
00:08:10: Und aktuell wird gerade die Vornahme durch den tragbaren Leitern und der Löschaufbau, die ersten Tätigkeiten als Truppmann, Truppfrau trainiert.
00:08:19: Durch Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr München Vollzeit Montag bis Freitag.
00:08:25: Ja Max was ist eigentlich der Vorteil davon wenn man Ausbildung komprimiert und auf fünf Tage legt anstatt über mehrere Abende oder Wochenenden zu ziehen.
00:08:34: Also der große Vorteil ist, dass wir zum einen komprimiert an mehreren aufeinander folgenden Tagen die Ausbildung verknüpfen können.
00:08:44: Wir können z.B.
00:08:46: die Vornahme von Leitern zusammen mit dem Löschaufbau verknüpfen und unter anderem auch die ehrenamtlichen Aspekte entlasten das Ehrenamt am Abend sowie zum einen ausbilderseitig Aber auch teilnehmerseitig, dass wir sagen okay.
00:09:01: Wir bilden Inhalte an fünf aufeinander folgenden Tagen ab Montag bis Freitag und zum Beispiel nicht aufgedrösselt auf fünfzehn Abende verteilt über ein dreiviertes Jahr oder sogar zwölf Monate.
00:09:13: Und was kann man so lernen wenn man eine Woche Grundausbildung bei der Feuerwehr macht?
00:09:19: Wenn ein Teilnehmer nach diesem Pilotlehrgang rausgeht ist er letztendlich dafür befähigt oder mal geschult für Grundtätigkeiten im Brandeinsatz bis zum Gefahrenbereich, sprich in Bereichen wo er keinem Artenschutzgeräte ausbildung benötigt.
00:09:37: Genau also alles außerhalb dem Brandrauch.
00:09:41: Gib uns doch mal eine Idee von den Einsatzszenarien auf die die Teilnehmer hier vorbereitet werden.
00:09:47: Zum einen üben wir den Löschaufbau, sprich das Verlegen von Schlauchleitungen zum Beispiel für einen Außenangriff oder für Brände im Freien.
00:09:56: Oder auch vorbereitende Maßnahmen um den Angriffstrupp zu unterstützen beim Aufbau von Schlauschleitung in Treppenhäusern.
00:10:03: Oder natürlich die Menschenrettung mit Rettungsgeräten, Steckleitern anderen Tragbahnleittern und auch die Vornahme von einem Sprungpolster.
00:10:15: Tag aus für Teilnehmer hier im Vollzeitkurs.
00:10:19: Genau also Kursbeginn, Lehrgangstag beginnt in der Regel um sieben Uhr dreißig mit einer kurzen Einweisung in den restlichen Tag.
00:10:28: was findet wann die Stadt?
00:10:30: Kurze Gruppenaufteilungen und dann findet der Lehrgang zu circa achtzig bis neunzig Prozent ausschließlich praktisch statt.
00:10:39: Und die Theorieanteil wird immer wieder verknüpft an den praktischen Stationen und dort einfach kurz und unkompliziert visualisiert, an fahrbaren Tafeln etc.
00:10:49: Sprich mehrstündige Schulungen mit Beamer, Leersaal und keiner bewegt sich ein Millimeter.
00:10:56: das haben wir eigentlich so gut wie nicht.
00:10:59: War es schon immer so oder gehört das auch zum neuen Konzept?
00:11:03: Das waren euch immer so, also man schaut immer mehr rollenspezifische Ausbildungen anzubieten und nicht mehr zu sagen.
00:11:10: okay wir packen uns das Thema Funk als Beispiel.
00:11:14: Und jetzt bekommt es Mitglied in der Grundlagenausbildung den gesamten Funk-Inhalt denen es gibt sondern man beleuchtet immer mehr.
00:11:22: Was muss ich für diese Rolle können?
00:11:24: Und lässt aber dann auch explizit Dinge im Bereich Funk weg, was das Mitglied vielleicht erst in zehn, fünfzehn Jahren betrifft.
00:11:32: Wenn es die dementsprechende Rolle einnimmt.
00:11:35: Max, danke dir für den Überblick der Woche und auch die Einblicke, was hier genau passiert.
00:11:40: Ja, und neben mir steht auch der Martin, der die Woche begleitet vonseiten der Ausbildungsabteilung der Freiwilligen Feuerwehr.
00:11:48: Servus Siebender Martin!
00:11:49: Ich bin da als Mitarbeiter vom Sachgebiet Ausbildung.
00:11:53: Ich schaue mir die ganze Woche mal die MTA-Ausbildung, die Vollzeitausbildungen von der Feuerwehr Schülmünchen, dass das auch alles passt zusammen mit unserer Ausbildung – die wir in den einzelnen Modulen machen -, dass wir auf jeden Fall alle auf dem gleichen Nenner
00:12:07: sind.".
00:12:08: Martin jetzt sagt doch noch einmal was ist neu an der Art der Ausbildung, Modularen, Truppausbilder und kurz MTA wie sie bislang praktiziert wird.
00:12:20: Also im Gegensatz zu früher ist das so in einer Woche werden alle Module untereinander abgearbeitet.
00:12:27: am Ende von der Woche findet dann die ganz normale MTA-Zwischenprüfung statt Und sonst haben die Module übers Jahr hinweg verteilt.
00:12:34: Die Teilnehmer kennen Sie in dem jeweiligen Zeitraum wo die Teilnehmer selber Zeit haben für die Module anmelden und die Ausbildung dauert dann ungefähr sechs Monate.
00:12:43: und dann nach den sechs Monaten kennen sie sich für die Zwischenprüfung U-Mailten.
00:12:47: Was sind denn das diesmal für Leute, die sich entschieden haben für diese Wochenausbildung quasi im Crashkurs?
00:12:54: Die Teilnehmer sind relativ gemischt.
00:12:57: Wir haben eine recht junge Leid, die direkt jung in die Feuerwehr eingestiegen sind.
00:13:02: Dann gibt es auch Kameraden, die sind schon ein bisschen leider, haben schon Berufsausbildungen, haben auch schon Familie, haben den späteren Weg zur freiwilligen Feuerwerke gefunden und beginnen jetzt ihre Ausbildung zum Feuerwehrmann in der Freiwilligen Feuerwehr München.
00:13:15: Und wie geht es nach dieser Woche weiter?
00:13:17: Welche Kurse, welche Ausbildung muss man noch machen bis man komplett ausgebildet ist als Feuerwehreinsatzkraft?
00:13:24: Also die Ausbildung in fünf Tagen ist das erste Mal, dass man die Grundfähigkeiten erlernt hat.
00:13:28: Darauf baut dann die Ausbildung in den einzelnen Abteilungen weiter auf.
00:13:32: Das heißt auch die Abteilung müssen mit ihren Feuerwehranwärtern die Aus Bildung weiterführen und dann bis zu dem Appenschutzlehrgang die Ausbildung fortführen, sodass man dann nach dem Appenschutz-Lehrgang ein voll ausgebildeter Feuerwehrmann ist und da noch hundertprozentig eingesetzt werden kann.
00:13:51: Was ist dein Eindruck bisher?
00:13:52: Hattest du schon Gelegenheit einen Zwischenresimet zu ziehen?
00:13:55: Also von den Teilnehmern kamen bisher ein sehr positives Feedback.
00:13:58: es macht viel Spaß das sind sehr lehrreiche Inhalte.
00:14:01: auch von den Ausbildern kamen schon ein sehr positives Feedback dass die Teilnehmer sehr motiviert sind und nach des was gelehrt wird gut aufnehmen.
00:14:09: Und der Rest der Woche wird sich dann zeigen, was am Freitag zur Prüfung von den Teilnehmern rauskommt.
00:14:18: Klaudis, wie kam es eigentlich zu der Idee mit dem MTA Vollzeitmodul?
00:14:22: Ehrlich gesagt ist das ja jetzt keine neue Erfindung.
00:14:25: Es gibt in anderen Bundesländern aber auch andere bayerischen Städten tatsächlich bereits eine Vollzeitausbildung für die freiwillige Feuerwehr.
00:14:39: Zum Beispiel auch bei den Betriebsfeuern werden verwendet, wo die Qualifikation freiwillige Feuerwehr zum Beispiel ausreichend erscheint oder ausreichender ist.
00:14:46: Das heißt, die Formate sind schon bekannt dass wir diese Ausbildung... Wir haben vorher drübergesprungen früher ein Wochen in Monat.
00:14:53: Da hat man sich da in dieser Truppantrupführer-Ausbildung bewegt oder jetzt eben auch in der modularen Truppausbildung.
00:15:01: Wir stellen allerdings bei der Freiwilligen Feuerwehr München fest, dass die mittlere Zugehörigkeitsdauer der Mitglieder irgendwo so zwischen sechs bis neun Jahren liegt.
00:15:13: Das mag da demografische Wandel sein das mag das typisch an einer Großstadt sein.
00:15:18: also man geht zur Ausbildung in die Großstadt zieht dann mit Familiengründung dann eher wieder aufs Land weil die Mitpreise so hoch sind etc.
00:15:27: Aber diese gefühlt sehr kurze Zeit, die ich in der Freiburg Feuerwehr in München verbringe, sollte natürlich auch optimal genutzt werden.
00:15:37: Das heißt wenn wir uns bei der Standardmodularen-Truppausbildung mit Atemschutz dann irgendwo bei drei Jahre Ausbildungszeit bewegen – am Wochenende, abends
00:15:47: etc.,
00:15:48: habe ich im Endeffekt statistisch nach drei bis sechs Jahren ein vollwertiges Mitglied, das dann im Feuerwehrdienst tätig sein kann.
00:15:58: Feuerwehr-Dienst in der Freiburgin Feuerwehr München.
00:16:01: also das Thema kurz angeschnitten was brauche ich denn überhaupt für eine Ausbildung?
00:16:06: Wir können auf einem Fahrzeugkonzept des Hilfeleistungslöschfahrzeugs zurückgreifen und es besteht auch die Notwendigkeit dass fünf Personen den Fahrzeugführer die die Mannschaft Atemschutzgeräteträger sein müssen.
00:16:25: Das heißt, wir haben einen relativ hohen Ausbildungsstand auf dem Standardlöschfahrzeug und somit besteht auch die Notwendigkeit dass die Mitglieder sehr schnell ausgebilded werden bis zum Atem schutzgeräte träge.
00:16:41: das heißt wir wollen die Leute sehr schnell auf die Piste bekommen, das heißt wir stellen die Leute ein.
00:16:47: Wir wollen sie sehr schnell ausbilden und das ist natürlich idealerweise in so einem einen Wochen kompakt Lehrgang bis zur Zwischenbrüffung MTA.
00:16:57: Ideal auch aus dem Sinn.
00:16:58: Meistens sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dann auch noch irgendwo in der Schule oder in der Ausbildung.
00:17:05: Das heißt wenn wir die Woche noch intelligent legen in die Ferienzeit fährt man halt nicht den Urlaub, sondern man macht dann eine Woche lang die Ausbildung in der Feuerwehrschule.
00:17:16: Und am Ende dieser Woche gibt es dann den Meldempfänger und das OK ab in den Einsatzdienst.
00:17:23: Man kann dann auch Alarme fahren – und sehr wichtig trotzdem an den Standorten die Übungen mitmachen.
00:17:31: Es gehört ja nicht nur die Ausbildung dazu, sondern auch die Integration in die bestehende Mannschaft.
00:17:38: Diese Aspekte bis hin zum Thema Kindererziehung.
00:17:42: Also wenn ich abends in der Wochenende meine Ausbildung mache, ich bin allein erziehender Vater oder allein erziehende Mutter.
00:17:48: Wenn gerade die Großeltern nicht verfügbar sind ja was mach' ich denn mit den Kindern?
00:17:52: Das heißt wir haben im Einspielerjahr gehört drei Kinder zu Hause.
00:17:57: Da fällt es mir natürlich deutlich einfacher, dass ich untertags und unter der Woche in Kindergrippe-Kindergartenschule offen habe.
00:18:04: Dass ich da zum Beispiel das Kinderbetreuungsproblem an der Stelle gar nicht hab.
00:18:09: oder auch der Mini-Jopper, das ist so mein Lieblingsbeispiel... Ich habe von den teuren Mieten berichtet und wenn einer einen Mini-Job hat, arbeitet dann abends noch an der Tankstelle oder am Wochenende.
00:18:20: Der will jetzt nicht unbedingt wegen der freiwilligen Feuerwehr seinen Mini-Tjob aufgeben.
00:18:24: auch für den haben wir dann eben diesen kompakten einwochen Lehrgang bis zur Zwischenprüfung und ich denke das ist ein tolles Angebot zumindestens für ein Großteil der Mitglieder.
00:18:38: es gibt mit Sicherheit aber auch auf der anderen Seite Mitglieder die sagen Kann das untertags nicht?
00:18:43: Ich bin im Berufsleben so dick eingespannt, ich kann nicht.
00:18:46: Bin vielleicht sogar selbstständig.
00:18:48: Ich muss auf dem Abend und aufs Wochenende ausweichen, sodass wir sicherlich auch in den nächsten Jahren noch eine Mischung dieser beiden Ausbildungsmodalitäten haben
00:18:56: werden.".
00:18:56: Wolfgang als die Idee zu dir getragen wurde, warst du da sofort überzeugt oder hast du gezweifelt und hattest vielleicht auch Widerstände in der Organisation zu überwinden?
00:19:06: Grundsätzlich bei Projekten hat man nie Schwierigkeiten Widerstände zu überwinden, weil irgendjemand findet ja immer was Neues auch toll und will sich da dran beteiligen.
00:19:16: Also insofern glaube ich nicht dass es im klassischen Sinn wiederständig hat ist das eine Und die Idee grundsätzlich mal zu gucken, dass man es möglichst kompakt kriegt.
00:19:28: Das ist auch schon immer von mir ein Kritikpunkt gewesen dass es keinen Spaß macht, ewig lang zu trainieren bevor mich überhaupt was machen kann.
00:19:38: Und wenn sich das dann mal in der Perfektion oder in dem Perfekzionsanspruch den auch die freiwillige Feuerwehr München an sich hat und sich über drei Jahre hinzieht, ist das ja kaum mehr lustvoll.
00:19:56: Feuerwehrgrad, freiwillige Feuerwehr grad für die Jüngeren soll ja erst mal Spaß machen und danach kommt irgendeinen Aufbau.
00:20:04: aber dass man alles von der Picke bis zur Baare schon alles wissen sollte und muss.
00:20:10: Bis man überhaupt mal keine Ahnung im Auto betreten darf und dann ausrücken das macht keinen Sinn.
00:20:16: also von daher finde ich den Ansatz richtig dick und richtungsweisend?
00:20:22: Ja, das Format war nachdem wir jetzt gehört haben wie es zustande kam in der Feuerwehrorganisation München-Neue.
00:20:28: Und sofern ein Pilotprojekt.
00:20:31: ich habe darüber mal mit dem Leiter der Feuerwehre und Rettungsschule gesprochen und auch mit dem Ausbildungsleiter der Freiwilligen Feuerwehr.
00:20:37: Jetzt hören wir uns einfach mal an was der Tobias und der Matze dazu sagen.
00:20:44: Also ich bin der Hötzel Tobias.
00:20:45: Ich leite die Außenfortbildung für die Feuerwehr München eben auch für die Virusfeuerwehr und wir haben uns Gedanken gemacht, wie könnte man es da eben verbessern in Zukunft?
00:20:53: Die Freiwillige Feuerwehr, die Virus-Feuerwehr an der Aus- und Fortbildung.
00:20:57: Da haben wir schon einiges am Laufen seit Jahrenbild.
00:20:59: Man hat ja die Gruppenführer und die Zugführer für die freiwillige Feuerwehr in München aus, weil mal sehen, da ist die Synergie am größten.
00:21:07: Am Ende des Tages hier die gleichen Aufgaben erledigen müssen wie jetzt Freiwillige und Bürosfeuerwehr.
00:21:15: Ein offener Part war noch auch die Ausbildung der Feuerwehrleute, also Feuerwehrkolleginnen und Kollegen, Kameradinnen und Kameraden gleich zum Ziehen.
00:21:25: Und deswegen kam jetzt die Idee auf das zusammenzumachen Auch tagsüber durchkräftet der BürosFeuerwehr in Kooperation natürlich mit den Ausbilderinnen und Ausbildern der freiwilligen Feuerwehr Mit dem Ziel des Ehrenamt zum stärken sich von den Leeraussagen anzugleichen Und dann im Endeffekt das gleiche Qualitätsniveau auf den HALFs zu bieten, wie jetzt die Virusfeuerwehr tagsüber auch macht und abends genau.
00:21:49: Wo siehst denn du die Unterschiede und auch Herausforderungen in der neuen Zielgruppe von Teilnehmern, die er hier ausbildet?
00:21:56: Wir haben verschiedene Voraussetzungen mit dem Zugang.
00:22:00: Das heißt ja an einer freiwilligen Feuerwehr sind schon Kameradinnen-Kameraden mit sechzehn Jahren, die in die Ausbildung gehen mit dem Ziel aus zum Rücken Berufsfeuerwehr-Mäßig kann man es ja bis jetzt so, dass die einen gelandenen Handwerksberuf haben.
00:22:13: Neu jetzt dann eben das sie direkt zu uns kommen über die Notfallsanitäter Ausbildung und die neuen Zugänge.
00:22:19: Da haben wir verschiedene Kompetenzen, die mal antreffen.
00:22:22: was dazu kommt ist ja auch noch... Es gibt ja Spätberufenere bei der Freiwilligen Feuerwehr, die schon mit Kompetensen zu uns komme.
00:22:30: Wo's jetzt glaube immer eine größere Herausforderung ist in der Ausbildung so abzuholen, da sie dann genau das kriegen, was sie später brauchen.
00:22:37: Ja, der Tobias Hötzel leitet die Feuerwehr- und Rettungsdienstschule.
00:22:41: Und sein Bondon bei der Freiwilligenfeuerwehr München ist der Matze Hartje, der mit seinem Team für die Ausbildung der tausendreihundert aktiven freiwilligen Feuerwehrleute in München zuständig ist.
00:22:53: Von ihm wollte ich natürlich auch wissen wie er das neue Programm und die Woche einschätzt.
00:22:58: Mein
00:22:58: Name ist Matthias, also meistens nämlich Matze Hardje.
00:23:01: Ich bin der Fachbereichsleiter Ausbildung bei der FF München im Range eine Stadtbandmeisters.
00:23:07: Und ich kümmere mich darum, dass alle Feuerwehrleute angefangen vom Anwärter an Wärterin bis hin zum Kommandanten von mir aus und fortgebildet werden.
00:23:16: Das mache ich nicht selber.
00:23:17: Ich habe unter mir einen Bereich mit zweihundert Leuten insgesamt die unterstützen auch die FF entsprechend die Ausbildungen zugutekommen zu lassen wie sie
00:23:26: braucht.".
00:23:26: Am Ende dieser Ausbildungswoche steht doch eine Abschlussprüfung.
00:23:31: Wie prüft ihr eigentlich, ob jemand erfolgreich ausgebildet wurde?
00:23:35: Ob jemand eine gute Feuerwehrfrau oder Feuerwehrmann geworden ist.
00:23:39: Das ist gar nicht so einfach.
00:23:41: das zu prüfen was wir prüffen ist in dem Fall ob das was in den letzten Tagen gelernt wurde dass es sehr viel da fängt es an.
00:23:49: was ist überhaupt ein Schlauch?
00:23:50: wie sieht so einen schlauch aus?
00:23:52: Was mache ich damit?
00:23:53: wo lege ich ihn aus?
00:23:54: wie leg ich hinaus?
00:23:55: wie kann ich ihn verbinden?
00:23:56: wie kann Ich mit einem Seil umgehen?
00:23:58: was kann ich mit einer Leiter alles anfangen?
00:24:01: Solche Sachen werden hier geprüft und da prüfen wir dann auch die klassischen Einsatzszenarien.
00:24:08: Wie stelle ich eine Leiter auf?
00:24:09: Wie gehe ich ein Strahlrohr in einen Fenster hinein, wie rette ich eine verletzte Person?
00:24:14: Wie kann ich eine entsprechende Rückmeldung geben per Funk?
00:24:18: Alles das was jemand der bei der Feuerwehr im Einsatzdienst ist als Grundtätigkeiten können
00:24:24: muss.".
00:24:24: Das sieht mir an sich schon nach einer anstrengenden stressigen Sache aus Und jetzt sind ja Prüfungssituationen nicht jedermanns Sache und mag wahrscheinlich keiner so richtig gern.
00:24:35: Wie geht ihr denn mit dem Prüfungsstress oder dem Prüfungsdruck der Teilnehmer um?
00:24:39: Also den Stress der Teilnehmers, wir werden... Wir probieren drumherum eine möglichst kameradschaftliche Stimmung zu schaffen dass die Leute sich selber individuell auf die jeweilige Prüfungen vorbereiten können das sie auch in den Tunnel kommen, sich entsprechend darauf vorbereiten kann haben allerdings auch Nicht jetzt, aber in weiterführenden Prüfungen auch Stressfaktoren drin.
00:24:59: Um auch bei den Stress der bei einer Prüfung normal ist, auch so weit zu benutzen und zu sagen wir haben ähnliche Verhältnisse wie jemanden, der nachts um zwei aus dem Bett aufsteht und zehn Minuten später an eine Einsatzstelle ist ja auch eine sehr stressige Situation.
00:25:12: deswegen wollen wir auch in den Prüfionen einen gewissen Stresspegel haben, den wir dann auch aufrechterhalten.
00:25:18: Worauf achtet ihr denn bei solchen prüffungen?
00:25:20: Was wollt ihr denn unbedingt von den Teilnehmern sehen und was auf gar keinen Fall?
00:25:25: Was wir hier nicht sehen wollen, sind Einzeltäter in Anführungsstrichen.
00:25:28: Sondern uns kommt es darauf an, Feuerwehr ist ein Teamsport.
00:25:31: Das heißt, wir gehen immer trubweise vor dass auch das hier funktioniert.
00:25:34: Das wollen wir sehen, dass vernünftig miteinander umgegangen wird.
00:25:37: dabei.
00:25:38: und natürlich das Wesentliche ist auch das Handwerkliche.
00:25:42: Das heisst was in den letzten Tagen oder die letzten Monaten von den Teilnehmenden auch gelernt wurde, dass sie das hier abrufen können
00:25:52: Claudia, das ist eine spannende Teilnehmerschaft die da in der Woche dabei war und auch aus Ausbildungssicht sicher spannend.
00:25:58: Bei der Freiwilligen Feuerwehr habe ich jetzt verstanden haben wir eine ziemliche Spreizung der Charaktere oder auch der Hintergründer noch Alter, die da an der Ausbildung sitzen.
00:26:07: von wo bis wo geht denn das?
00:26:08: Also
00:26:09: theoretisch gibt die Ausbildung von sechzehn Jahren bis siebenundsechzig.
00:26:14: Siebenundsächzig ist dann das Renteneintrittsalter auch bei der freiwilligen.
00:26:20: Da macht es natürlich keinen Sinn, jetzt mit sixty-seven noch die Ausbildung zu machen.
00:26:24: Aber zeigt sehr stark der jugendliche Kommende, der im schulischen System groß geworden ist und geht in die Ausbildung bringt vielleicht das eine oder andere aus der Jugendfeuerwehr schon mit.
00:26:40: Während die vierzeigjährige voll im Berufsleben steht hat ein Kopf voll anderer Themen Und diese Personen werden ja zum einen Mannschaftsdienst gerade ausgebildet.
00:26:53: Das heißt, die müssen sich wieder unterordnen und handwerklich arbeiten.
00:26:58: Diese Woche ist er tatsächlich mit sehr viel Praxis gespickt.
00:27:02: Das muss man erst einmal wieder aushalten wenn man sonst den ganzen Tag am Schreibtisch sitzt.
00:27:07: Da muss man plötzlich Befehle entgegennehmen, ausführen und das Ganze auch noch dann handwerglich umsetzen.
00:27:18: Man steht den ganzen Tag in Stiefeln mit Helm auf, in der Feuerwehrschule und das bedeutet für den ein oder anderen tatsächlich eine deutliche Veränderung wie der berufliche Alltag.
00:27:29: Vielleicht aber auch von der einen oder andere empfindet es als Erholung wenn gerade der Familienvater mit drei Kindern dir wird sagen toll ich kann mich hier mal in der Ausbildung richtig engagieren, ohne dass ich jetzt auf meine Kinder aufpassen muss.
00:27:42: Aber das ist tatsächlich eine Riesenspreizung die wir hier mitbringen auch von den beruflichen Hintergründen.
00:27:48: und tatsächlich wenn jemand bereits eine handwerkliche Ausbildung hat, dem muss sich nicht erklären wie ein Borscher aber bedienen muss.
00:27:56: Anderweit erleben wir aber auch Menschen die zum ersten Mal in ihren Leben einen Hammer in der Hand haben.
00:28:08: Das fällt sehr groß, was wir in dieser Woche abdecken müssen.
00:28:12: Wolfgang Schule – Was ist denn eine Feuerwehrschule?
00:28:15: und was ist die Feuerwehr?
00:28:16: Schule der Berufsfeuerwehr München?
00:28:18: Na ja, es ist natürlich eine Ausbildungsabteilung.
00:28:25: Die Trainings-, die Lehrgänge sowohl für Beginner als auch unter der Zeit für Fortbildungen Prüfungen für weiterführende Ämter erledigt.
00:28:41: Und das ist eine Spreizung natürlich von man beginnt die Grundausbildung der Feuerwehr bis hin, man lernt tatsächlich den Beruf Notfallsanitäter und Notfallsanitäterinnen Oder man macht Gruppenführerkurs, so quasi als Aufbaulehrgang.
00:28:58: All dies wird dort gemacht und im Jahr haben die rund fünftausend Teilnehmerinnen dann in ihren Formaten drin.
00:29:07: Und jetzt zukünftig machen sie oder begleiten sie auch die Berufsauszubildenden für Leitstellendisponente und ab nächstem Jahr sogar tatsächlich von der Schule kommen dann die Feuerwehr Handwerkliche Assistenz Kraft, die quasi als Auszubildende beginnt in die Feuerwehr hineinzuschnuppern und nicht mit einem fertigen Handwerk kommt.
00:29:32: Ja jede Schule und jede Ausbildung lebt von guten Ausbildern und zweit davon konnte ich sprechen und ich habe sie dann auch gefragt was der Schlüssel für eine gute Vorbereitung auf den echten Einsatzdienst ist wie Sie auch die Teilnehmer erlebt haben.
00:29:46: Jetzt hören wir den Franz und den Peter, die mit viel Erfahrung, mit viel Herzlichkeit aber auch Humor aus zwanzig freiwilligen Frauen und Männern dann echte Feuerwehrleute geformt haben.
00:29:58: Ja ich bin der Franz Hefter.
00:30:00: Ich bin jetzt seit vierundzwanzig Jahren bei der Berufsfeuerwehr
00:30:04: und vorher
00:30:05: also insgesamt acht oder dreißig Jahre bei der Freiwilligen-Feuerwehr schon.
00:30:09: Und ja,
00:30:10: seit
00:30:11: ersten Achten bin ich jetzt auch
00:30:12: auf der Schule,
00:30:13: möchte mein
00:30:14: Wissenpreis geben!
00:30:15: Grundausbildung in fünf Tagen.
00:30:17: ist das nicht recht kurz?
00:30:20: Ja, fünf Tage.
00:30:20: Aber das sind ja doch volles Programm, tagelang
00:30:24: also von
00:30:25: früh bis spät und durch das ist
00:30:26: es eigentlich gleich
00:30:27: als wenn man sonst über ein Jahr nur immer zwei Stunden macht
00:30:31: in der Woche.
00:30:31: Die ganze Woche findet hauptsächlich an der Übungshalle statt.
00:30:34: Wie geht denn das dass man so eine Ausbildung macht mit ganz wenig Theorie und hauptmäßig Praxis?
00:30:43: Kenntnis ist eine schon durch die Abteilungen mitgegeben worden.
00:30:47: Und jetzt
00:30:47: ist halt einfach
00:30:48: nur einmal
00:30:49: ein Praxislernen da,
00:30:51: was man wirklich
00:30:52: für die Praxis draußen braucht.
00:30:55: Die Theorie-Sachen werden mit einfließen – lasst mal mit einfliessen!
00:31:02: Die Wertigkeiten wie hoch das Aleiter ist und wie weit
00:31:04: es kommt.
00:31:06: Da geht's aber auch nicht um Zentimeter, sondern da gehts einfach um die Praxiseinsetzbarkeit.
00:31:11: Wo kommt denn deine Praxiserfahrung her?
00:31:13: Was machst du, wenn du nicht an der Schule bist oder ausbildest?
00:31:16: Also wenn ich jetzt nicht in der Schule bin dann bin ich im Einsatzdienst.
00:31:19: Derzeit tätig bin beim Direktionsdienst oder beim Inspektionstienst als Führungsgehilfe und Zweifelageerfassung
00:31:29: zuständig.
00:31:29: Sag mal Franz was ist denn der Eindruck den Du von den Teilnehmern bislang hast die Du hier ausbildet?
00:31:35: Also da bin ich jetzt extrem überrascht, wie die Auffassungsgabe ist und auch die Umsetzung der gestellten
00:31:41: Aufgaben.
00:31:42: Das
00:31:42: ist wirklich wie Geistern für uns alle Teilnehmer, alle Ausbilder weil das einfach wirklich so schnell umgesetzt wird.
00:31:51: aber das macht
00:31:52: halt auch den Rahmen aus.
00:31:55: drei, vier, fünf mal hintereinander
00:31:56: machen kann.
00:31:57: Und dann bleibt das halt besser hängen als wenn man
00:31:59: es nur am Abend macht, wo man's ein-zwei Mal vielleicht machen
00:32:01: kann.".
00:32:02: Waldo, den Unterschied natürlich auch aus dem freiwilligen Feuerwehrdienst kennst?
00:32:06: Genau da ist er ja so... Da machst du das halt alle Wochen oder einmal im Monat aber da hat das Thema angesprochen und dann hast du das nicht so intensiv und das bleibt halt nie so
00:32:17: hängen.
00:32:18: also
00:32:18: weil man es halt komprimiert am Tag,
00:32:20: fünf, sechs mal hinteinander macht
00:32:22: selber macht und aber auch sieht
00:32:24: Und wie sich das dann anhört, wenn die Ausbilder die Teilnehmer antreten lassen und Aufträge zur Übung vergeben?
00:32:30: Das hören wir uns jetzt mal im Auto an.
00:32:33: Danach stellt sich der Peter vor dessen Stimme wir gleich hören werden.
00:32:36: Zur Lage!
00:32:37: Wir haben ein Zimmerbrann
00:32:37: im ersten Norgeh.
00:32:38: Eine Person steht noch am Balkon um Hilfe rufend.
00:32:41: Was in der Namenstelle ist vorläufig der Fahrzeugtank.
00:32:44: Verteiler eine B-Länge vor die Stalltreppe.
00:32:48: Der Wassertrupp
00:32:49: zum Menschenrettung der vierteiligen Steckleiter über den Hof Zum Balkon vor!
00:32:54: Ja, hallo ich bin der Peter Pertl.
00:32:56: Ich bin hier an der Feuerwehrschule aus Zeileisbilder im Fachbereich Brandschutz.
00:33:02: Ja, ich bin seit Jahrzehnt zwölf bei dem Berufsfeuerwehr.
00:33:04: War aber davor schon bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv und bin mit der Jugendfeuerwehre quasi eingestiegen dann zu den Erwachsenen aktiven gewechselt und dann ist der Wunsch gereift dass sich vielleicht doch das beruflich machen will.
00:33:19: Die Russfeuerwehr München gelandet, macht sehr viel Spaß.
00:33:23: Ich war jetzt jahrelang im Einsatzdienst aktiv.
00:33:27: in der Normaleinsatzdienst bin ich jetzt an die Schule mal gewechselt einfach mal über den Tellerrand hinausschauen meinen Tagesdienst hinein schnuppern und es ist sehr interessant mal die andere Seite zu sehen wie Ausbildung funktioniert.
00:33:44: und ja das mag jetzt seit drei Jahren macht Spaß.
00:33:49: Peter, dich möchte ich auch noch fragen.
00:33:50: Wie viel Einzelleistung ist das denn?
00:33:52: Was hier ausgebildet wird und wie viel Teamwork muss man lernen?
00:33:56: Der Feuerwehr ist reines Teamarbeit.
00:33:59: Als Einzelkämpfer kommt man nicht weiter so.
00:34:02: Das ist reine Teamarbeit da kann man sich auf einen anderen verlassen und nur gemeinsam bewältigt werden.
00:34:09: dann den Einsatz.
00:34:09: also da ist Teamwork und Zusammenarbeit sehr wichtig.
00:34:16: Wolfgang jetzt haben wir den Franz und den Peter gehört diesen Ausbilder an der Feuerwehrschule Ausbilder oder Lehrer an einer Feuerwehrschule?
00:34:24: Indem man ein bisschen Laufbahn erst mal macht, also man kommt als Berufsanfänger oder eben als Grundauszubildender.
00:34:36: Man macht die Ausbildung dann geht man in die Wachpraktiker und macht eine weile Erfahrung sammeln im klassischen Ausrückgedienst der Feuerwehr, beim klassischen Wachtdienst der Und in der Weiterentwicklung, so wie die beiden das ja auch gerade gesagt haben.
00:34:54: Entweder einfach um mal tatsächlich nach Jahren mal wieder eine andere Aufgabe zu haben oder aber auch meinetwegen weil ich eine bessere Chance habe eine Beförderungsstelle zu bekommen.
00:35:06: dann gehe ich quasi ausgebildet und erfahre an den Feuerwehrschule und bekomme dort nochmal ein bisschen ein pädagogisches Grund Grundwissen mit dazu.
00:35:19: Und dann bin ich halt da in dieser Feuerwehrschule, dann quasi tätig und gibt auch wieder Leute die dann irgendwann wieder Rettur wechseln oder in andere Funktionen wechselnd' und so hat man da immer ein bisschen einen Durchlauf an Erfahrungen und neuen Erfahrungen.
00:35:36: An Menschen die schon länger diese Ausbildung als Ausbildung betreiben oder Fortbildung betreiben und auch die entsprechenden Wissensvermittlungsansätze dann auch weitergeben, an die die frisch kommen.
00:35:49: Und so kann man sich das denke ich am Ende ganz gut vorstellen.
00:35:54: Feuerwehrschule als hauptberuflichen Karriereabschnitt und gleichzeitig haben wir in der Freiwilligenfeuerwehr die Herausforderung auch Ausbildung machen zu müssen und am bald bleiben zu müssen.
00:36:05: Sowas wie Konzepte angeht also auch die Ausbildung.
00:36:06: Claudius, wie macht man das?
00:36:08: Die permanente Fortbildung findet auf zwei Seiten statt.
00:36:13: Einmal in der regelmäßigen Übung, in der Abteilung am Standard bei den Freiwilligen Feuerwehrmännchen und das andere Thema Ausbildung.
00:36:24: Wie hält man das Ganze auch synchron?
00:36:27: Es soll ja am Ende egal ob berufliche Feuerwehr oder freiwillige Feuerwehr das gleiche Produkt rauskommen.
00:36:35: Wir kommen aber tatsächlich von zwei völlig unterschiedlichen Ausbildungskonzepten und die werden so synchronisiert, dass wir zumindest aus Münchner Sicht gesprochen, die gleichen Einsatzkonzepte verfolgen.
00:36:49: Der Unterschied ist, wir schneiden an den Einsatzkonzepten dort ab wo es sich verästelt, wo sie sich spezialisiert.
00:36:58: das heißt wir gehen nicht mehr weiter zum Beispiel in die rettungsdienstliche Ausbildung also Kein Rettungssanitäter am Ende der Feuerwehrtechnischen Ausbildung.
00:37:09: Oder wir verzichten auch bewusst auf sehr ausbildungsintensive Themen, z.B.
00:37:15: Kranführer wo ich wochenlang mich hauptamtlich ausbilden lassen muss oder in Vollzeit ausbildern lassen muss.
00:37:24: Die müssen wir bewusst abschneiden um die Ausbildung so aufs Wiesnliche zu konzentrieren dass man es noch ehrenamtlich tatsächlich stemmen kann, egal ob jetzt abendswochenende oder untertags.
00:37:35: Und die Ausbildungsinhalt, das klang auch heute an – die Zugführer und die Gruppenführer werden von Kolleginnen und Kollegen der Berufsförder ausgebildet.
00:37:45: Das heißt bei den Führungsdienstgraden ist die Lehrmeinung identisch und damit ist es ein einfaches dann auch Ausbilder aus den Fährungsdienstegraden wiederum zu rekrutieren, die die gleiche Lehrmeinnung die einheitliche Lehrmeinung, die Münchner Lehrmeinnung am Ende dann sowohl in den Abteilungen, in den regelmäßigen Übungen mit einbringen oder eben auch in den Ausbildungen.
00:38:11: Wir haben jetzt viel gehört und auch ein ganz schönes Bild des neuen Ausbildungsprogramms aus ganz verschiedenen Perspektiven gewonnen.
00:38:22: Am Ende dieser Ausbildungswoche kam dann noch ein alter Bekannter vorbei, den ich hier schon auch zu Wort kommen lassen möchte.
00:38:27: Und zuletzt habe ich eine Teilnehmerin nach ihrem Feedback der Woche gefragt.
00:38:35: Der eine ist Bernd Springer, der seit Jahrzehnten in Feuerwehr und Rettungsdienste in München aktiv ist und durch seine Art und Wesen für viele Kollegen Motivator und Vorbild ist.
00:38:48: Und dann wollen wir uns noch das Feedback einer Teilnehmerin anhören, der Emmy.
00:38:52: Sie war die Woche dabei und wird uns mal schildern wie sie die Ausbildung erlebt hat.
00:38:57: Aber beginnen wollen wir mit dem Bernd.
00:39:00: Okay also ich bin der Bernd Springer und leite seit dieses Jahr den Fachbereich Führung an der Feuerwehrschule über die Freiwillige Feuerwehr in den Rettungsdienst zur Berufsfeuerwehr gekommen.
00:39:11: Das heißt, ich habe mehr oder weniger alles durchgemacht.
00:39:13: Ich hab' mit der FF Mitte angefangen.
00:39:15: Davor war ich aber schon im Landkreis bei einer freiwilligen Feuerwehr.
00:39:18: Interessanterweise auch mit einem Kollegen der Berufs- feuerwehr als Jugendwart und so schließt sich der Kreis immer wieder.
00:39:24: Neu ist tatsächlich der Verbund zwischen Berufsförderer und freiwilliger Feuerwehren.
00:39:29: also wenn man in die Historie zurückblickt dann waren das zwei Schienen die komplett isoliert voneinander gelaufen sind.
00:39:35: Und was ich jetzt eben sehr positiv finde und was der richtige und wichtige Schritt ist, eben auch die beiden so nicht nur im Einsatz miteinander verbinden sondern auch in der Lehre miteinander zu verbinden.
00:39:46: So dass wir eben auch den gleichen Lehraussagen bekommen, die gleichen Taktiken bekommen und das wir dann auch an einer Einsatzstelle entsprechend gemeinsam an unserem Ziel arbeiten können.
00:39:55: Bernd du hast wahrscheinlich schon sehr viel gute aber noch viel mehr schlechte Ausbildung mitgemacht.
00:40:00: Was ist denn aus deiner Sicht das Wichtigste für eine erfolgreiche Ausbildung?
00:40:05: Also was mich persönlich immer und das ist egal ob bei Feuerwehr- oder Rettungsdienst gestresst hat, sage ich jetzt mal.
00:40:11: Ist wenn verschiedene Ausbilder verschiedene Leeraussagen tätigen Und wenn du dir dann überlegen musst wie mache ich es?
00:40:17: Bei dem der da steht Das finde ich immer ganz furchtbar.
00:40:21: Was für mich immer sehr positiv war is die eigene Handlungsfähigkeit zu stärken.
00:40:25: Das bedeutet nicht, dass man eine Sache nur mit einer Methode machen können muss.
00:40:32: Und so versuche ich auch meine Führungsausbildung hier diesen Spirit reinzubringen zu sagen Ich bekomme einen Werkzeugkasten an Fähigkeiten und je nach Problem muss ich für mich auswählen welches Werkzeug passt aber natürlich mit gewissen Rahmenbedingungen.
00:40:46: Welche Rolle, welchen Stellenwert kann denn so eine Vollzeitausbildung in einer Woche haben auf dem Entwicklungspfad einer Feuerwehreinsatzkraft?
00:40:55: Es kann natürlich nur ein Grundstein sein.
00:40:56: Das ist ganz klar!
00:40:58: Der Beginn von etwas und es muss dann weiterentwickelt werden.
00:41:02: Ich vergleiche das jetzt aber auch mal mit einem Berufsfeierbauern oder einer Berufsförderfrau nach seiner Grundausbildung, wenn der sich nie mehr weiterentwicklt und niemehr weiter macht, dann würde er auch auf dieser Stelle stehen bleiben.
00:41:12: D.h.,
00:41:12: der Schlüssel ist eigentlich wie wir es ja auch propagieren – das lebenslange Lernen Hier bilden wir den Grundstein.
00:41:17: und dann über die Formate der Weiterbildung, der Fortbildung aber auch der Weiterqualifizierung im Bereich der Führungslehrgänge, Gruppenführer-Lehrgange immer das Wissen zu erweitern.
00:41:27: Und vor allen Dingen auch aktuell zu halten.
00:41:29: Schlussendlich steht und fällt alles mit dem eigenen Engagement der Menschen und es ist völlig egal ob da ein Dreieck auf der Seite ist oder eben einen FF Zeichen.
00:41:39: Ja so wie ich dich kenne ist lebenslanges Lernen tatsächlich etwas für dass du stehst.
00:41:45: Das ist vollkommen richtig.
00:41:47: Nur so bleibt man agil, nur so bleibt im Kopf auch agil und es ist eine Herausforderung je länger dabei ist vielleicht alte Strukturen die man von früher kennt über Bord zu werfen und neue Sachen anzunehmen.
00:42:01: aber nur so glaube ich entwickeln wir den gesamten Bereich weiter.
00:42:05: Ja und dann habe ich noch mit der Emmy gesprochen, die die Woche als Teilnehmerin mitgemacht hat.
00:42:10: Und hab sie gefragt wie ihr persönliches Feedback ist?
00:42:14: Ich bin die Emmy in der Abteilung Perlach.
00:42:16: Ich bin seit ungefähr anderthalb Jahren bei der Freilichen Feuerwehr.
00:42:19: Emmy, wie hast du die Woche erlebt?
00:42:21: was haben wir hier die letzten Tage gemacht?
00:42:24: Wir haben eigentlich jeden Tag sind wir die verschiedenen Module durchgegangen, die man sonst in Abendkursen macht und das Besondere war dass uns die Berufsfeuerwehr ausgebildet hat.
00:42:34: Man hat die ganzen kleinen Kniffe und Tricks kennengelernt, das fand ich super cool.
00:42:38: Und auch mal dass so die BF und die FF mehr durchmischt wurde, hat mir auch sehr gut gefallen!
00:42:43: Ja und wir sprechen heute am letzten Tag der Ausbildungswoche, der sicherlich auch ein besonderer war.
00:42:49: Also heute war Zwischenprüfung da haben wir uns trotzdem um siebenund dreißig in der Halle getroffen und hatten nochmal die Optionen mit den Prüfern von der FF die verschiedenen Stationen durchzugehen.
00:42:58: also noch einmal Übungen Modul Platz, Staffel, Knoten, Leitern.
00:43:06: Spineboard also einmal alles durch um quasi die kleinen Unterschiede dies zwischen der FF und der BF gibt noch mal zu besprechen damit in der Prüfung dann später alles klar geht haben wir am Nachmittag angesetzt mit der Prüfung und da hat auch zum Glück alles gut funktioniert.
00:43:21: Was habt ihr denn hier am meisten Spaß gemacht in den letzten Tagen?
00:43:24: Ich glaube tatsächlich, das Mannschaftsgefühl hat mir am meisten Spass gemacht also dass man wirklich eine Woche mit den Leuten verbracht hat und da wichtig zusammengeschweißt war und ansonsten macht mich leidern und staffeln am meisten spaß weil es dann natürlich abgeht und man wirklich hier lagen hat uns richtig zur Sache geht.
00:43:41: Sehr cool.
00:43:42: Emmi, die Zwischenprüfung ist jetzt für dich geschafft.
00:43:45: Wie geht es denn für dich weiter in der Feuerwehr?
00:43:48: Ich hoffe das es nochmal ein Vollzeitmodul geben wird für die Abschlussprüfungen und ansonsten werde ich mich versuchen in die einzelnen Module einzutragen.
00:43:56: aber Fingers crossed dass ich hier noch mal eine Woche Vollzeit sein darf
00:43:59: damit du dann als Feuerwehrfrau aktiv bist.
00:44:02: Ich hoffe es!
00:44:03: Also das ist der Plan.
00:44:04: also so schnell wie möglich Abschluss Prüfung und dann noch den Atemschutz und dann schauen wir mal weiter.
00:44:10: Emmi, was parallel dazu kommt ist natürlich auch das Einsatzgeschehen und du hast dein Leben darauf eingestellt dass du zu allen Tages- und Nachtzeiten auch ausrücken kannst.
00:44:19: Genau also so gut es geht abends Wochenende oder ich mache auch viel Homeoffice deswegen geht's für mich auch gut tagsüber wenn man jetzt kein Meeting hat oder ähnliches dass man dann halt am Abend die Arbeit noch erledigt.
00:44:31: Also so viel wie geht Feuerwehr.
00:44:33: Sagst du uns zum Abschluss noch, was du beruflich machst und mit welchem Alltag du dein Ehrenamt vereinbarst?
00:44:40: Ich schreibe gerade meine Promotion.
00:44:42: also ich bin Juristin, also Diplomjuristin und an der Universität tätig und noch in der Kanzlei
00:44:52: Ja das war die Emmy und ich muss mir denken wie... geht man damit solchen Leuten um.
00:44:57: Wir haben vorhin gehört Feuerwehr ist eigentlich ein Handwerk, eine Handwerksausbildung und jetzt kommt hier eine Wissensarbeiterin die nebenbei sagt Feuerwehr das lerne ich auch noch.
00:45:05: Ja aus meiner Sicht ist es keine Seltenheit.
00:45:07: tatsächlich kann man als Berufswunsch die Juristerei haben aber trotzdem als Hobby neben Mountainbike fahren und Bungie jumpen dann auch bei der freiwilligen Feuerwehr tätig sein.
00:45:21: also das lässt sich sehr gut verbinden.
00:45:23: gerade die Abwechslung Gerade auch das Thema Teamleistung, Team Sport freiwillige Feuerwehr.
00:45:31: Die Kameradschaft erleben auch verwurzelt sein am Ort im Ortsteil.
00:45:36: Das lässt sich aus meiner Sicht sehr gut verbinden und ist tatsächlich keine Seltenheit.
00:45:41: dass ich es am Anfang zwar komisch anfühlt und anhört, dass ich sonst am Schreibtisch sitzt und dann plötzlich wenn der Piepser geht aufs Fahrzeug springe Aber tatsächlich gar nicht so selten und auch aus meiner Sicht eine wunderbare Kombination.
00:45:57: Wolfgang, wenn sich jemand wie die Emmi jetzt nach der Promotion oder dem Yoga-Studium bei dir bewirbt was wird die Berufsfeuerwehr mit jemandem wie ihr machen?
00:46:05: Bedauerlicherweise, nachdem das ja kein technisches Studium ist wird es schwierig werden.
00:46:11: Ich glaube, es ist auch sehr deutlich geworden in den Einspielern, dass es doch schon immer ein handwerklich technischen großen Bezug gibt und das halt dann am Ende des Tages doch ein tatsächlich handwerkliches Gewerke-Sofeuerwehr-, auch Rettungsdienstes natürlich unendlich viel Handwerk als Spritzen aufziehen.
00:46:33: also das jetzt nur das kleinste.
00:46:35: Und von daher glaube ich schon, dass es richtig ist, dass man so einen Fokus in eine Grundlagenerkenntnis oder grundlang Bedürfnisse hat.
00:46:48: Da ist halt nicht alles geeignet und das ist manchmal schade weil die Personen selber natürlich als Person und Charakter top geeignets sind aber halt nicht immer die notwendigen Vorwissen mitbringen für die halt vorausgesetzt werden.
00:47:04: Aber ich glaube, das ist immer so im Leben.
00:47:07: Vielleicht war ja auch ein guter Arzt geworden aber mich hat niemand an den Utp-Tisch gestellt weil ich auch keine Qualifikation habe und vor Gericht wie Emmi darf ich auch nichts machen und keinen Talar tragen obwohl vielleicht ein gutter Anwalt wäre.
00:47:20: wer weiß es schon?
00:47:21: Wer weiß es?
00:47:23: Ja zum Abschluss würde ich euch gerne mal eine Frage stellen die das Ganze auf einer anderen Perspektive oder vielleicht aus einem anderen Level nochmal betrachtet.
00:47:30: Feuerwehr München hat gerade bewiesen, dass man in fünf Tagen Vollzeit-Einsatzkräfte ausbilden kann.
00:47:35: Zumindest für eine rotidimitäre Einsatzfähigkeit.
00:47:39: Kann man diese Fähigkeit der Organisation noch für was anderes nutzen?
00:47:43: Ja, also ich glaube schon.
00:47:46: Wir bilden ja jetzt seit diesem Jahr Disponentinnen und Disponenten auch Menschen die in der Leitstelle sitzen, die brauchen natürlich eine Grundahnung und sie müssen ungefähr eine Vorstellung haben was passiert denn da?
00:47:57: Und wie lange dauert das oder wie kompliziert ist es?
00:48:02: Was kann so ein Auto wenn nicht das Datin schicke, was kann ich da erwarten?
00:48:06: dann habe ich das richtige ausgesucht Berufsausbildung, da kann ich natürlich solche Kurzelemente immer wieder super einbauen weil da so ein Grunderlebnis hat und einen Eindruck hat was da passiert.
00:48:22: Und das werden wir sicherlich auch für diese Ausbildung nutzen können bis dorthin dass es je nach Stundenplan verschnitten werden kann wenn die Module dann etabliert und dauerhaft laufen.
00:48:35: Das heißt, dass wir ab dem nächsten Jahr dann die freiwilligen Feuerwehrleute und Berufsfeierwehrleuten zumindest in Teilen gemeinsam ausbilden.
00:48:42: Ja also die Berufs-Fahrerleute als solches haben natürlich ein viel umfangreichere Grundausbildung da es nicht.
00:48:49: aber wir werden dieses Modul nutzen um Menschen die Ahnung von der Feuerwehr bekommen müssen weil sie irgendwo anders einsetzen also alarmieren im Einsatz quasi, im Backoffice wird man neue Deutsch sagen begleiten.
00:49:04: Nämlich in der Leitstelle also Funksprüche wieder zurückbekommen die verarbeiten müssen und wieder andere Maßnahmen umsetzen müssen.
00:49:11: das die eine Ahnung haben was vor Ort passiert dass sie mal erlebt haben was heißt es?
00:49:18: Und ich glaube da ist schon ne gute Option
00:49:23: Claudius!
00:49:24: Die Fähigkeit Menschen an fünf Tagen auszubilden die beschäftigt dich auch.
00:49:28: Ja, wir kommen mit der Freiburg-Feuerwehr aus einem System.
00:49:31: Die Ausbildung war hier eher Marathonlauf also man ist über Monate und Jahre in ein System hineingewachsen.
00:49:39: drei Jahre ebenso im Schnitt.
00:49:41: die die Ausbildungszeit unglaubliche Zeit die an viele Stellen nicht mehr zur Realität passt und dem Hinterkopf schwingen weite Entwicklungen.
00:49:53: ich darf noch das die Diskussion Thema Werbpflicht, Dienstpflicht.
00:49:57: Also sollte es nicht so ein einjähriges Pflichtjahr geben?
00:50:01: Ja was machen wir mit jemandem der einen Jahr bei der Freiburgin Feuerwehr ist wenn die Ausbildung schon drei Jahre benötigt?
00:50:08: und das ganze kann man weiter stimmen.
00:50:10: Wir haben jetzt Module also angelegt in der heutigen Sichtweise auf drei Wochen Also die erste Woche die Einsatzreife, die zweite Woche die Vervollständigung und dann in der dritten Woche den Atemschutz.
00:50:25: Und ich kann nach einer Woche ein Mitglied-Einsatzreif ausbilden.
00:50:31: Das kann ich natürlich nicht nur in Friedenszeiten machen sondern tatsächlich auch im Kontext Bevölkerungsschutz Katastrophenhilfe wenn wir tatsächlich Szenarien haben, wo wir mehrere Leute ausbilden müssen und dass wir dann auch in der Lage sind das innerhalb von fünf Tagen zu tun.
00:50:53: Und nicht über Jahre oder Monate.
00:50:55: Das ist ein Ausblick, der uns wahrscheinlich alle ein wenig nachdenklich hinterlässt aber auch zeigt, dass es eine Dimension darüber gibt über das, was wir heute gesprochen haben und ich glaube da werden wir noch eine eigene Folge machen.
00:51:08: Ja, das war wieder eine Folge des Podcasts Brennpunkt Gefahrenabwehr mit Claudius Blank und Wolfgang Schäuble.
00:51:14: Wir hoffen es hat Ihnen gefallen!
00:51:15: Und wir konnten Ihnen den einen oder anderen Gedanken schenken, den Sie erst der Folge mitnehmen.
00:51:20: Wenn sie Feedback oder Anregungen zu unseren Themen haben dann senden Sie eine Mail an podcastatbrennpunkt-gefahrenabwehre.de.
00:51:27: Auf jeden Fall freuen wir uns dass Sie dabei waren und wir freuen uns auch wenn Sie das nächste Mal wieder einschalten.
00:51:41: Brennpunkt Gefahrenabwehr, der Podcast zu Krisenmanagement und Katastrophenschutz.